Innovationen

Innovation

Ultraschallchirurgie

Chirurgischer Diodenlaser

Ein steuerbarer Dioden-Laser hat in der Tiermedizin viele Einsatzgebiete

Unterdruckwundbehandlung oder Vakuumtherapie

Moderne Wundbehandlung von komplizierten Wunden.

Minimalinvasive Transilialen Verblockung

Moderne Behandlung des Cauda Equina Kompressionssyndroms.

3D Druck in der Tiermedizin

Mit modernen medizinischen 3D Druckern können bereits heute individuelle Implantate und Endoprothesen aus Titan gedruckt werden.

Ultraschallchirurgie

Die Piezo- oder Ultraschallchirurgie und Gefäßversiegelung

ACP Therapie

Moderne Behandlung des Cauda Equina Kompressionssyndroms.

Nanoskop™ von Arthrex®

Wir verfügen in unserer Klinik über zwei vollständige Endoskopie- und Arthroskopie Türme mit allen Geräten und Endoskopen für jeden endoskopischen Einsatz.

ICG Floureszenz

Mit der ICG Fluoreszenz-Bildgebungstechnologie setzen wir in unserer Klinik neuste Maßstäbe in der Kleintierchirurgie und -bildgebung.

Ozonsterilisator

In der Medizin müssen viele Dinge sterilisiert werden, allem voran alle chirurgischen Instrumente aber auch Endoskope, Implantate und andere Materialien.

Stammzellentherapie

Diese hochmoderne Therapie
ist in unserem Hause möglich 

Endoskopische Kastration

Die minimalinvasive Entfernung der Eierstöcke bei der Hündin

Chirurgischer Diodenlaser

Ein steuerbarer Dioden-Laser hat in der Tiermedizin viele Einsatzgebiete. Moderne Dioden-Laser haben die Möglichkeit, ihre Leistung und ihre Funktion einzustellen, somit können sie für die unterschiedlichsten Behandlungen eingesetzt werden.

Allgemeine Informationen

In einer schwachen, sogenannten Bestrahlungseinstellung können Wunden und Hautentzündungen behandelt und somit die Heilung angeregt und beschleunigt werden. Es kann mit dieser Einstellung aber auch eine begleitende Schmerzbehandlung von tiefergelegenen Strukturen wie Gelenken, Sehnen oder Muskeln durchgeführt werden.

In höheren Einstellungen können verschiedene Augenkrankheiten an Strukturen behandelt werden, die tiefer im Auge gelegen und von außen nicht ohne weiteres zugänglich sind (z.B. Glaukombehandlung durch Lasern des Ziliarkörpers, Behandlung von intraokulären Irismelanomen aber auch die Verödung von Distichien).

In hohen Einstellungen können die Laserstahlen auch für chirurgische Anwendungen genutzt werden. Hierbei hat der Laser den großen Vorteil, dass seine Strahlen durch eine sehr dünne Glasfaser geleitet werden und somit auch an unzugänglichen Stellen durch ein Endoskop einsetzbar sind. So können zum Beispiel Operationen in der Nase, dem Ohr oder der Harnblase minimalinvasiv durchgeführt werden. Dieses ist vor allem bei der Behandlung des Brachycephalensyndroms (Atemnotsyndrom der kurzköpfigen Hunderassen) von großem Vorteil. Hierbei können Nasenschleimhautanteile, die den Luftstrom behindern, aus der Nase mittels Laser unter endoskopischer Sicht entfernt werden (LATE, Laser assistierte Turbinektomie).

Ein weiteres Einsatzgebiet der modernen Lasertherapie ist die photodynamische Therapie mit EmunDo®. Hiermit können zum Beispiel chronische, vor allem bakterielle Entzündungen behandelt werden (z.B. der chronische feline Stomatitis-/Gingivitis-Komplex). Begleitend zu anderen Maßnahmen kann die photodynamische Therapie auch zur Tumorbehandlung eingesetzt werden (z.B. im Randbereich einer chirurgischen Tumorentfernung, um die Tumorgröße vor einer Chirurgie zu reduzieren oder an unzugänglichen Stellen). Hierzu wird ein photoaktiver Farbstoff (EmunDo®) in dem Bereich aufgebracht oder injiziert und mittels der Laserstahlen aktiviert. Der so aktivierte Farbstoff kann unter anderem Bakterien und auch Tumorzellen abtöten.

Unterdruckwundbehandlung oder Vakuumtherapie

Die Behandlung von großen, chirurgisch nicht zu schließenden Wunden oder von chronischen, nichtheilenden Wunden ist immer wieder eine große Herausforderung. Hierbei arbeiten wir schon seit vielen Jahren entsprechend der modernen Wundheilungswissenschaft mit sogenannter phasengerechter Wundbehandlung. Diese beinhaltet modernste Hightech-Wundauflagen, die entsprechend der Wundheilungsphasen ausgewählt werden, diese regen die Wundheilung an und beschleunigen sie.

Seit einigen Jahren steht eine weitere Innovation in der Wundheilung zur Verfügung: die Vakuumtherapie oder auch VAC genannt. Diese Therapie kommt in der Humanmedizin seit langem standardmäßig bei schwierigen Wunden zum Einsatz.

Durch diese Behandlung kann die Wundheilungszeit halbiert und in einigen Fällen sogar erst ermöglicht werden. Durch das Anlegen eines konstant überwachten, definierten Unterdrucks in der Wunde werden Zellen zur Heilung anregt und das Zellwachstum sogar beschleunigt, zusätzlich werden schädliche Stoffe und Sekrete aus der Wunde kontinuierlich abgesaugt. Diese Wundheilungsmethode kommt nur bei großen schwerwiegenden oder nicht heilenden Wunden zum Einsatz.

Hierfür müssen die Patienten jedoch stationär aufgenommen werden, weil die Wunde mit einer aufwändigen Technik mit einem Spezialschwamm und Folien luftdicht verschlossen und dann an das VAC-Therapiegerät angeschlossen wird.

Auch bei Hauttransplantationen kann die VAC als zusätzliche Therapie die Erfolgsquote erheblich steigern. Hiermit steht uns eine sehr wichtige Therapiemöglichkeit zur Verfügung, um Wunden zu heilen, deren Heilung bislang aussichtslos war.

Die Piezo- oder Ultraschallchirurgie und Gefäßversiegelung

In der modernen Chirurgie in der Humanmedizin sind Geräte zur Blutgefäßversiegelung und sogenannte Ultraschallskalpelle nicht mehr weg zu denken. Diese Geräte bieten heute ein sehr hohes Maß an Sicherheit um Blutungen zu vermeiden und Gewebe sehr schonend zu schneiden, was sogar für Knochen gilt. 

Wir setzen schon seit vielen Jahren sogenannte LigaSure Gefäßversiegelungsgeräte ein und alle unsere drei OP´s verfügen über die neusten LigaSure Generatoren. Somit können wir ohne Fäden oder Gefäßklips Blutgefäße „verschweißen“, was nicht nur das Risiko für Nachblutungen extrem klein macht, sondern auch die OP-Zeit verkürzte und somit das Narkoserisiko. So können z.B. Kastrationen von Hündinnen, Tumorentfernungen oder auch Organentfernungen sehr sicher, schnell und sogar auch endoskopisch durchgeführt werden. Seit kurzem haben wir nun auch drei Ultraschallskalpellsysteme: ein Piezo Tome II, mit dem man mittels Ultraschall Knochen schneiden kann und zwei Olympus SonoSurg G2, mit denen man mittels Ultraschall Weichteilgewebe schneiden und aspirieren kann. 

Mit dem Piezo Tome II kann man z.B. kiefererhaltend Zahn- oder Knochentumore im Kieferbereich entfernen oder Bandscheibenoperationen sehr schonend ohne Fräsen durchführen. Mit dem SonoSurg G2 können wir blutlos Tumore aus dem Gewebe herauspräparieren wie z.B. in Mund-und Rachenhöhle oder aus Organen. Wir können sogar mittels eines Ultraschallaspirators für das SonoSurg G2 an unzugänglichen Stellen wie z.B. der Nase oder dem Mittelohr Gewebszubildungen und Tumore entfernen (vaporisieren). Diese innovativen Geräte sind in der Humanmedizin heute schon Standard und gelangen langsam auch in die Tiermedizin. Wir sind immer bestrebt unsere Therapiemöglichkeiten zu verbessern und zu erweitern, deshalb sind wir sehr froh, auch diese Innovationen für unsere Patienten anbieten zu können. Bei speziellen Fragen für den Einsatz im HNO Bereich wenden Sie sich bitte an Herrn Fachtierarzt Wolf- Alexander Heitmann.

ACP-Therapie - Neue Behandlungsmöglichkeit für Arthrosepatienten und vieles mehr

Die ACP-Therapie ist eine neue Behandlungsoption bei Arthrosen und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Wunden und Verletzungen. ACP (autologes konditioniertes Plasma) ist ein Blutprodukt, bei dem das körpereigene Plasma des Patienten in einem speziellen Verfahren gewonnen wird, um dann zur Behandlung eingesetzt zu werden.

Zunächst wird dem Patienten unter Zuhilfenahme der Arthrex ACP-Doppelspritze eine kleine Menge Blut entnommen, die anschließend in einem speziellen Verfahren aufgebreitet wird. Dabei werden im Blutplasma enthaltene Thrombozyten und regenerative Wachstumsfaktoren getrennt und konzentriert. 

Dieses mit Thrombozyten und Wachstumsfaktoren angereicherte Plasma wird dann dem Patienten in den verletzten Muskel, die Sehne, das Band, das Gelenk oder die Wunde injiziert. Eine ACP-Behandlung dauert in der Regel nur 30 Minuten.

Die ACP-Therapie ist ein seit vielen Jahren auch in der Humanmedizin etabliertes Verfahren.

Welche klinischen und chirurgischen Anwendungen gibt es?

Bei den meisten Verletzungen des Bewegungsapparates kann die Heilung durch ACP unterstützt werden. Hierzu zählen Risse, Defekte, Abnutzungen und Entzündungen in Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken. Außerdem kann ACP eine Ergänzung bei der chirurgischen Behandlung dieser Erkrankungen sein.

Auch bei der Behandlung von Osteoarthrose hat ACP nachweislich einen besonders positiven Effekt auf Schmerzlinderung und Funktionalität. Sowohl für Tierärzte als auch Tierbesitzer ist die Möglichkeit einer autologen therapeutischen Option bei der Behandlung dieser weit verbreiteten Erkrankung ein sehr willkommener medizinischer Fortschritt.

Bei Hunden und Katzen kommt es häufig zu Wunden, die aus unterschiedlichen Gründen schlecht verheilen. Hier liefert ACP Wachstumsfaktoren, die die Heilung von solch komplizierten Wunden fördern.

Wir freuen uns, diese innovative Behandlung jetzt auch anbieten zu können. Machen Sie einen individuellen Beratungstermin in unserer Klinik.

Minimalinvasive Transilialen Verblockung

Wir sind froh unseren Patienten mit Cauda equina (Kompressions-) Syndrom (CES) oder degenerativer lumbosacralen Stenose (DLSS) nun auch eine moderne und  innovative Behandlungsmethode anbieten zu können.

Allgemeine Informationen

Hat ihr Hund Probleme beim Aufstehen, kann er nicht lange stehen, legt sich schnell wieder hin, mag nicht mehr spazieren gehen oder bekommt  beim Laufen die Hinterbeine nicht mehr richtig hoch und die Krallen schleifen am Boden? Dann könnte eine solche Erkrankung vorliegen. 

Die bisherigen Behandlungsoptionen waren Medikamentengabe und Physiotherapie oder, in schwereren Fällen, ein chirurgisches öffnen des Wirbelkanals um den Nerven Platz zu machen. Beide Verfahren sind für sich alleine häufig nicht sehr erfolgreich gewesen. 

MTV - NEUE BEHANDLUNGSOPTION FÜR CAUDA EQUINA SYNDROM

Mit der MTV Minimalinvasiven Transilialen Verblockung, steht nun eine OP-Methode zur Verfügung, die in vielen Fällen als alleinige Maßnahme zur Behandlung  des Cauda equina Kompressionssyndroms ausreicht. In anderen Fällen kann die MTV auch mit den klassischen Behandlungsverfahren kombiniert werden. 

Bei der MTV handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren, bei dem unter Durchleuchtung (C-Bogen) ein Implantat eingesetzt wird, das die für die Kompression verantwortliche abnorme Bewegung im Ileosacralbereich verhindert. Dadurch werden die Nervenenden des Rückenmarks (Cauda equina) nicht mehr komprimiert. Zusätzlich werden die Nervenlöcher an der Wirbelsäule weitgestellt, so dass auch hier ein „Einklemmen“ der Nerven der Hintergliedmaße verhindert wird. 

Da es sich bei dem CES oder der DLSS um eine degenerative Erkrankung handelt, die häufig auch in Kombination mit anderen degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates vorkommt, ist es wichtig zunächst eine gründliche Untersuchung durchzuführen um entscheiden zu können, ob die MTV als Einzelmaßnahme durchgeführt werden kann. Lassen sie sich gerne einen Untersuchungs- und Beratungstermin für ihren Hund in unserer Klinik geben um zu sehen, ob die MTV eine Option für ihren Hund ist.  

3D Druck in der Tiermedizin

Der 3D Druck ist auch in der Tiermedizin angekommen. Mit modernen medizinischen 3D Druckern können bereits heute individuelle Implantate und Endoprothesen aus Titan gedruckt werden. So können z.B. Implantate gedruckt werden die es ermöglichen, bei einem Knochentumor eine Amputation zu vermeiden. Individuelle Sägelehren und Biopsiehilfen aus Kunststoff können sogar bei uns im Haus gefertigt werden, damit ist es z.B. möglich Fehlstellungen der Beine oder falsch zusammengewachsene Knochenbrüche punktgenau zu korrigieren. Für die Planung und Erstellung eines 3D Modells ist lediglich eine Computertomographie des Pateinten notwendig. Diese Daten können dann in Dateien umgewandelt werden, die in einer 3D Drucksoftware bearbeitet werden können. Da wir in unserer Klinik über einen Computertomographen verfügen war es für uns naheliegend, auch einen 3D Drucker anzuschaffen, um diese Möglichkeiten auszuschöpfen. Somit sind wir in der Lage Sägelehren und Biopsiehilfen aus Kunststoff individuell herzustellen, um eine bestmögliche chirurgische Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten. Implantate aus Titan werden von uns bei einer Firma in Auftrag gegeben, die sich auf diese Anfertigung spezialisiert hat. Bei Interesse und Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich gerne an Herrn Kühnert.

NANOSKOP™ VON ARTHREX®

Wir verfügen in unserer Klinik über zwei vollständige Endoskopie- und Arthroskopie Türme mit allen Geräten und Endoskopen für jeden endoskopischen Einsatz, von der Magenspiegelung über Blasenspiegelungen bis hin zur Gelenkspiegelung und endoskopischen Kastrationen. Seit kurzem verfügen wir nun auch über ein digitales Nanoskopiesystem der Firma Arthrex®. Mit diesem digitalen Videosystem von nur 1,9mm Durchmesser können wir sehr kleine Hohlräume endoskopieren, wie zum Beispiel das Mittelohr, aber auch Nadelsticharthroskopien (Gelenkspiegelungen) durchführen. Das heißt, dass wir mit einem winzigen Endoskop in ein Gelenk schauen können um Erkrankungen in diesem Gelenk darzustellen und auch um Behandlungen minimalinvasiv durchführen zu können. Dieses Trauma ist lediglich wie eine Injektion in ein Gelenk. Falls Sie weitere Informationen wünschen oder einen Termin für eine solche Untersuchung machen möchten wenden Sie sich bitte an Herrn Fachtierarzt Wolf- Alexander Heitmann.

Die ICG Fluoreszenz-Bildgebungstechnologie

Mit der ICG Fluoreszenz-Bildgebungstechnologie setzen wir in unserer Klinik neuste Maßstäbe in der Kleintierchirurgie und -bildgebung. ICG steht für Indocyaningrün und ist ein Fluoreszenz Farbstoff, der in der Humanmedizin bereits vielfältig in der Tumordiagnostik, Durchblutungsdiagnostik und Leberdiagnostik eingesetzt wird. Dieser Farbstoff kann z.B. intravenös injiziert werden und kann mittels einer speziellen Fluoreszenz Kamera und einer Nahinfrarotlichtquelle z. B. in Blutgefäßen, Lymphgefäßen und Gallengängen sichtbar gemacht werden. Der Farbstoff ist sehr gut verträglich und verursacht keine Nebenwirkungen oder birgt gar Gefahren. Wir verwenden das Kamera- und Lichtquellen System IC-Flow™ von der Firma DiagnosticGreen®. 

Mit diesem System ist es uns live in einer Operation möglich Blutfluss nachzuweisen, um z.B. die Hautdurchblutung bei einer rekonstruktiven Operation sicherzustellen oder die Durchblutung von Organen wie zum Beispiel des Darms darzustellen, um nicht durchblutete oder stärker durchblutete Areale zu erkennen. Ebenfalls ist es so möglich Lymphabfluss aus einem Tumor darzustellen, um Metastasen oder Wächterlymphknoten zu finden. Somit kann z.B. die Durchblutung und das Einheilen von Hauttransplantationen wesentlich sicherer gemacht werden oder die Sicherheit erhöht werden, dass bei einer Tumoroperation alle Tumorzellen (auch die in einem Wächterlymphknoten) entfernt wurden. In der Tiermedizin ist dieses Verfahren bislang vornämlich Universitätskliniken vorbehalten. Da wir immer bestrebt sind neuste Erkenntnisse aus der Medizin auch in unserer Klinik zu integrieren haben wir uns entschlossen, unseren Patienten auch diese Innovation nicht vorzuenthalten. Aktuelle Einsatzgebiete sind die Tumorchirurgie von Hauttumoren (hauptsächlich Mastzelltumoren, aber auch anderen) und Organtumoren wie z.B. Darmtumoren, die Überprüfung der Durchblutung bei Hauttransplantationen oder Darmrekonstruktionen und die Erhöhung der Sicherheit bei Gallenblasenoperationen. Bitte sprechen Sie uns an. Ihr Ansprechpartner ist Fachtierarzt Wolf-A. Heitmann.

Der Ozonsterilisator

In der Medizin müssen viele Dinge sterilisiert werden, allem voran alle chirurgischen Instrumente aber auch Endoskope, Implantate und andere Materialien. Hierfür wird vornämlich ein sogenannter Dampfdruckautoklav verwendet, von denen wir zwei computerüberwachte B-Klasse Autoklaven in der Klinik haben. Einen kleineren für normale Instrumente und einen großen der bis zu einer STE aufnehmen kann für große Instrumente und Instrumentencontainer. Diese Autoklaven haben aber den Nachteil, dass sie mit Wasserdampf unter Druck bei 134°C arbeiten, für alle Instrumente aus medizinischem Edelstahl ist dies kein Problem, Endoskope, elektrische Geräte und Instrumente aus Kunststoff können diese Temperaturen aber leider nicht aushalten. Dieses war bislang immer ein großes Problem und konnte nur mit Gammabestrahlungen in großen humanmedizinischen Bestrahlungseinrichtungen gelöst werden. Seit kurzem gibt es aber ein neues humanmedizinisches System für die Praxis, dass eine Sterilisation mittels Ozon ermöglicht. Dieses Verfahren ist vollkommen Umwelt schonend und sicher. 

Hierbei wird in einem bestimmten Verfahren in einem geschlossenen System aus Wasser Ozon hergestellte und nach der Nutzungszeit (Expositionszeit) wieder in Wasser verwandelt. Dieses Verfahren ist Brand neu und revolutionär. Es ist ein Verfahren, dass in der Humanmedizin für die Chirurgie zugelassen ist und alle nötigen Din und CE Normen erfüllt. Solch ein Ozonsterilisator der Firma SteriLux steht uns nun auch in unserer Klinik zur Verfügung. Darüber hinaus werden in unserer Klinik auch alle Instrumente und Endoskope maschinell und computerüberwacht von einem Thermodesinfektor der Firma Matachana gereinigt und aufbereitet bevor die sterilisiert werden. Somit ist ein Höchstmaß an Sterilität und gleichbleibender Qualität bei jedem Eingriff, egal ob es sich um eine Operation oder eine Endoskopie handelt, gewährleistet. Diese hohen Anforderungen an Sterilität und Hygiene haben wir uns selber auferlegt. In der Tiermedizin gibt es nämlich leider bis heute keine Richtlinien oder Mindestanforderungen an Sterilität und Hygiene. Somit kann jeder machen was er will. Wir haben uns jedoch entschlossen Sterilität und Hygiene auf humanmedizinischem Niveau durchzuführen. Dieses kommt jedem unserer Patienten zu Gute. Bei Fragen zu unserem Hygienemanagement und der Aufbereitung und Sterilisation in unseren OP´s wenden Sie sich gerne an unsere OP-Leiterin Frau Pradel.

Die Stammzelltherapie

Auch diese hochmoderne Therapie ist in unserem Haus vor Ort möglich. Wir verfügen über die technischen Voraussetzungen, vor Ort Stammzellen zu gewinnen, ohne diese in einem externen Labor herstellen lassen zu müssen. Mesenchymale Stammzellen sind Vorläuferzellen, die sich im Körper zu vielfältigen anderen Zellen weiterentwickeln können. 

Mit einem neuen Verfahren können diese Stammzellen aus Fettgewebe gewonnen und konzentriert werden. Diese so gewonnen körpereigenen Stammzellen können dann an vielen Stellen im Körper genutzt werden, um defekte Zellen und defektes Gewebe zu ersetzen. So können bestimmte Defekte, wie z. B. an Sehnen, Bändern oder Gelenken, schneller heilen. Auch in der Behandlung von chronisch arthrotischen Gelenken, bei denen keine anderen Behandlungen mehr möglich sind, können Stammzellen auch in Kombination mit ACP eingesetzt werden. Hierbei können mit nur einer Behandlung deutliche Schmerzreduktion und Verbesserung der Lahmheit von bis zu 6 Monaten erreicht werden. Um die Stammzellen zu gewinnen, wird unter Narkose eine kleine „Fettabsaugung“ in der Flanke oder am Bauch durchgeführt und das so gewonnene Fettgewebe wird in derselben Narkose aufgeschlossen, aufbereitet und direkt wieder an die notwendige Stelle, wie z. B. das arthrotische Gelenk, injiziert. Somit ist lediglich eine einzige Narkose von ca. 30 Minuten notwendig, um die Gewinnung und Behandlung in einem durchzuführen. Bei Fragen zu diesem Verfahren wenden Sie sich bitte an Herrn Fachtierarzt Wolf-Alexander Heitmann.

Die endoskopische Kastration

Die endoskopische, oder besser laparoskopische, Kastration (Entfernung der Eierstöcke) der Hündin ist bereits eine etablierte Methode, minimalinvasiv eine Kastration durchzuführen. Dabei werden über eine Schlüssellochtechnik mittels eines Videoendoskops die Eierstöcke dargestellt und mit unserem hochmodernen LigaSure Gefäßversiegelungsinstrument sicher und vollständig ohne Blutungen entfernt. 

Mit diesem Verfahren können ebenso bei Rüden Hoden entfernt werden, die sich in der Bauchhöhle befinden und nicht in den Hodensack abgestiegen sind. Für eine solche Kryptorchiden-OP muss sonst ein großer Bauchschnitt gemacht werden, um die Hoden zu suchen. Dieses ist nicht nötig, wenn man mittels eines Endoskops die gesamte Bauchhöhle einsehen kann und dann ebenfalls mittels LigaSure die Hoden sicher entfernen kann. Somit sind nur zwei kleine Stichinzisionen notwendig, in die man dann zwei sogenannte Ports einbringt, um Endoskope und Instrumente besser wechseln zu können. Hinterher sind nur zwei kleine Wunden zu sehen von jeweils etwa 1-1,5cm, die mittels Gewebekleber verschlossen werden können. Die laparoskopische Kastration stellt somit ein sehr minimalinvasives und schonendes Verfahren dar, das aber wegen des hohen technischen Aufwandes auch kostenintensiver ist. Wenn Sie mehr Informationen benötigen oder eine solche Operation bei uns durchführen lassen möchten wenden Sie sich gerne an Herrn Tierarzt Lindhaus oder an Herrn Fachtierarzt Wolf- Alexander Heitmann.