Das Röntgen

Röntgen stellt ein seit vielen Jahrzehnten etabliertes diagnostisches Verfahren dar, das für viele bereits selbstverständlich ist. Natürlich ist die Röntgendiagnostik in einer zugelassenen tierärztlichen Klinik eine Selbstverständlichkeit, nur gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Röntgen und Röntgen. Zunächst einmal besteht der große Unterschied zwischen analogem und digitalem Röntgen. Beim analogen Röntgen schwärzen Röntgenstrahlen einen normalen Film (wie früher im Fotoapparat) und erzeugen ein Negativ, das in Flüssigkeiten entwickelt werden muss. Dieses Prozedere ist langwierig und man erzeugt ein einziges nicht bearbeitbares und nicht vergrößerbares Bild.

Das digitale Röntgen

Beim digitalen Röntgen übernehmen verschiedene Detektorsysteme die Detektion der auftreffenden Röntgenstrahlen. Diese nun digital vorliegenden Informationen können nachbearbeitet werden und so können zum Beispiel bestimmte Strukturen herausgerechnet und hervorgehoben werden, die Größe kann beliebig verändert werden oder aus dem Negativ ein Positiv erzeugt werden, um nur einige der Möglichkeiten aufzuzählen. Somit ist die Röntgendiagnostik zwar ein altbekanntes Verfahren, hat in den letzten Jahren aber eine erhebliche Veränderung und Verbesserung erfahren. So sind heute radiologische Diagnosen möglich, die früher schwer oder unmöglich waren. Die digitale Form der Daten hat auch einen logistischen Vorteil, so können diese Daten viel einfacher archiviert und übermittelt werden. Nach langer Suche und sehr viel Informationsverarbeitung haben wir ein digitales Röntgensystem gefunden, das nicht nur den Arbeitsablauf und die Archivierung vereinfacht, sondern auch die Diagnostik verbessert. Wir hatten die Gelegenheit, diverse digitale Röntgensysteme zu testen und auf ihre Bildqualität hin zu prüfen. So konnten wir uns für das System mit der hervorragensten Bildqualität entscheiden. Das Agfa CR 35-X Digitalröntgensystem mit NX-Vet und Musica2 ist sogar in der Lage, humanmedizinische Mammographieauflösungen zu erreichen, und ist in der Humanmedizin zur digitalen Mammographie zugelassen. Bevor ein digitales System zur Mammographie zugelassen wird, muss es höchste Bildauflösungen erreichen. Diese extrem hohen Bildauflösungen können wir in der Veterinärmedizin nutzen, um kleinste Strukturen darzustellen, wie z. B. bei der orthopädischen Gelenkdiagnostik von Hunden und Katzen.

Das digitale Zahnröntgen und die Bildverarbeitung

Zusätzlich verfügt unsere Klinik über ein digitales Zahnröntgensystem, das Direktradiographiesystem Vision-DX, um auch im Bereich der Zahn- und Kieferdiagnostik höchste Qualität und Auflösung erreichen zu können. Zusammengefügt werden alle Daten von unserer Patientenverwaltungs-Software EasyVet und der PACS-Software EasyImage, die dafür sorgen, dass alle Daten eines Patienten inkl. Röntgenbildern, CT-Bildern, Ultraschallbildern, Endoskopiebildern und Laborergebnissen in nur einer Patientendatei vorliegen. Die Befundung der Bilddaten erfolgt in unserer Klinik in zwei Befundungsräumen mit speziellen DICOM-Befundungsmonitoren. Anschließend können Ihnen die Bilder in allen Behandlungsräumen auf speziellen Touchsreens dargestellt und erläutert werden.